GLITCH WILL BE BACK!

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Sorry, aber gerade bin ich ein echter Happy Sobster*, weil eines meiner absoluten Lieblingsspiele of all times, nämlich Glitch, in der einen oder anderen Form wieder zu mir finden wird. ❤

Noch mal zur Erinnerung:

Glitch was a browser-based massively multiplayer online game. It was created by Tiny Speck, a company founded by Flickr co-founder Stewart Butterfield. […] The game was officially launched on September 27, 2011, but reverted to beta status on November 30, 2011, citing accessibility and depth issues. Glitch was permanently shut down on December 9, 2012.

(via Wikipedia)

Ich habe das Spiel exzessiv im Oktober 2011, kurz vor Abgabe meiner Magisterarbeit, gespielt. Und ich bin fest davon überzeugt, dass Glitch einer der Gründe war, weshalb ich gegen Ende noch meinen Verstand behalten konnte. World of Warcraft war mir in der Zeit zu aufwändig und zu stressig, aber einige Stunden ‚Glitchen‘ am Abend waren eigentlich ein Muss.

Da ich das Spiel im November 2011 wieder etwas zu vernachlässigen begann, hatte ich keine Ahnung, dass das Spiel im darauf folgenden Dezember eingestellt werden würde. Erst im Juni/Juli 2013 (also letztes Jahr) traf mich diese Info dann wie der Blitz – und die eintretende Traurigkeit machte mir bewusst, wie sehr ich dieses Spiel geliebt hatte, und dass Glitch wohl auch das bisher einzige Spiel war, dass ich in der Form nie mehr würde spielen können.

Jedenfalls wird Glitch in gleich mehreren Formen wieder ins Leben gerufen. I can’t fucking wait.

Darauf eine Runde Ilmenskie Caverns:

 

„Ach, und wie sah das noch mal in-game aus?“ – Nun, in etwas so:


(* ein schnüffelndes, aufgelöstes und dennoch glückliches Etwas)

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Penny Dreadful: 01×01 „Night Work“

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Vanessa Ives

 

 

 

 

 

 

 

 © Showtime

Explorer Sir Malcolm Murray, American gunslinger Ethan Chandler, and others unite to combat supernatural threats in Victorian London.

Mit diesem kurzen Snippet fasst IMDb Penny Dreadful für interessierte neue Zuschauer zusammen. And others? Diese Formulierung erscheint etwas befremdlich, wenn wir gleich neben dieser Kurzbeschreibung das süffisante Lächeln von Eva Greens Charakter Vanessa Ives erblicken. Diese Miss Ives ist es nämlich, die sich für mich recht schnell als eine der wichtigsten Personen dieser Serie herausstellte. Doch ich fasse erst einmal die Basics zusammen.

Die Hauptcharaktere von Penny Dreadful sind wie folgt:

  • Vanessa Ives (Eva Green)
  • Sir Malcolm Murray (Timothy Dalton)
  • Ethan Chandler (Josh Hartnett)
  • Dr. Victor Frankenstein (Harry Treadaway)
  • Brona Croft (Billie Piper)
  • Dorian Gray (Reeve Carney)
  • Sembene (Danny Sapani)

Brona Croft taucht zwar erst in der zweiten Folge auf, interagiert sogleich aber mit zwei der anderen Hauptcharaktere. Für mich ist jedoch fragwürdig, inwiefern Dorian Gray als Hauptcharakter angesehen werden kann, und ob Sembene überhaupt noch einen eigenständigen Part in einem Dialog erhält. Hier sind sie zumindest alle auf einem Cast-Foto vereint:

Penny Dreadful: Cast

© Showtime

Insgesamt treten in der Serie also zwei weibliche Charaktere in prominenter Weise auf. Dem gegenüber stehen (zumindest laut meiner Auflistung) fünf männliche Charaktere. Das finde ich eigentlich nicht weiter schlimm, da Vanessa Ives eine recht zentrale Rolle in der Serie zukommt, und da sich die Serie schließlich mit literarischen Gestalten auseinandersetzt, die durch ihr Geschlecht bereits festgelegt sind (im Falle von Gray und Frankenstein).

Als Frage stellt sich allein, ob man andere weibliche Figuren des späten 19. Jahrhunderts für die Serie hätte auswählen können. Mina Murray, die wir für einen kurzen Moment sehen, fungiert hier eher als Plot Device. Als ‚Damsel in Distress‘ ist ihre eigentliche Person nebensächlich, und das Vorhaben ihrer Rettung illustriert Sir Malcolm Murrays Absichten und weitere Geschichte innerhalb der Serie.

Meiner Meinung nach ist Mina in dieser Rolle als Figur etwas verschwendet, da man sie als eine weitere Verkörperung von Weiblichkeit im viktorianischen Zeitalter hätte verwenden können. Während Vanessa als eigenständige Dame der höheren Gesellschaft gezeigt wird und Brona das typische ‚Working Girl‘ darstellt, ist die ursprüngliche Mina in Dracula nämlich das Sinnbild des ‚Angel in the House‘: intelligent, adrett, tugendhaft und fleißig. Dieses Ideal prägte damals das Frauenbild der Mittelklasse, welches als Kontrast zu Vanessa und Brona hätte aufgebaut werden können.

Natürlich lässt sich allgemein diskutieren, welche Demografie in Penny Dreadful abgebildet wird. Als Amerikaner fällt Ethan Chandler etwas aus dem Schema heraus, doch es wird angedeutet, dass er aus der Oberschicht stammt und durch den Verlust des Familienvermögens bis in die untere Mittelschicht oder gar Unterschicht abgerutscht ist. Sembene, der als exotischer Bediensteter zu sehen ist, gehört wie auch Brona zu jenem Teil der Gesellschaft, der mit den wenigsten Rechten und finanziellen Mitteln ausgestattet ist. Ives, Murray und Gray sind alle Mitglieder der Oberschicht. Allein Frankenstein ist mir noch ein Rätsel, da er in Mary Shelleys Roman als Schweizer aus gutem Hause beschrieben wird, er in Penny Dreadful jedoch in einem Arbeiterviertel wohnt und einer eher unrühmlichen Arbeit nachgeht. Vielleicht deuten seine teuren Gerätschaften aber auf eine edlere Herkunft oder die Tatsache, dass er zu einem anderen Zeitpunkt einmal mehr Geld besessen hat (wie auch Ethan Chandler), hin.

Das Alter der Charaktere ist erfrischend hoch angesetzt: Keiner der Schauspieler ist unter 30, und sowohl Eva Green als auch Billie Piper bezeugen mit ihren 34 bzw. 32 Jahren, dass man für die heutige Serienlandschaft auch interessante Frauen ohne perfekte Pfirsichhaut erschaffen kann. Besonders im Falle von Eva Greens harten Zügen und Billie Pipers fleckig geschminktem Gesicht fällt auf, dass dem Zuschauer mit Absicht eine Abkehr von der Romantisierung der engelsgleichen Frauengestalt geboten werden soll. Allein Reeve Carney darf als Dorian Gray einfach nur makellos sein; alle anderen Charaktere kommen mit einer gewissen herben Schönheit daher (als weiteres Beispiel wäre Sembenes eigenartig rituell-vernarbtes Gesicht zu nennen).

Das Cold Open von „Night Work“ verdeutlicht uns, dass das viktorianische Zeitalter kein romantischer Ort war: Jegliche Unschuld wird dahingerafft, und im Dunkel der Gaslampen warten allerlei Abgründe. Es ist dreckig, kalt und äußerst blutig in dieser Welt. In der anfänglichen Szene (wie später auch im Intro*) wird das beabsichtigte Genre-Paket der Serie (Drama, Horror, Mystery, Thriller) passend und wortwörtlich packend in Szene gesetzt.

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„Was erwartest du auch vom Internet?“ – „Mehr als das.“

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Wer sich für die Möglichkeiten eines respektvolleren Umgangs miteinander im Internet interessiert, sollte sich unbedingt diesen Artikel auf Wired durchlesen.

As a widely read article in January’s Pacific Standard noted, “Internet harassment is routinely dismissed as ‘harmless locker-room talk,’ perpetrators as ‘juvenile pranksters,’ and victims as ‘overly sensitive complainers.’” What else, in other words, would you expect from the Internet? But the Internet is now where we socialize, where we work. It’s where we meet our spouses, where we build our reputations. Online harassment isn’t just inconvenient, nor is it something we can walk away from with ease. It’s abhorrent behavior that has real social, professional, and economic costs

Leider wird die gesamte Diskussion über/zu ‚online harassment‘ oft genau von den Elementen sabotiert, die in der Diskussion besprochen werden sollen: Bullys und Trollen, welche die Notwendigkeit für Veränderung abtun und Betroffene trivialisieren und marginalisieren.

Really, freedom of speech is beside the point. Facebook and Twitter want to be the locus of communities, but they seem to blanch at the notion that such communities would want to enforce norms—which, of course, are defined by shared values rather than by the outer limits of the law. Social networks could take a strong and meaningful stand against harassment simply by applying the same sort of standards in their online spaces that we already apply in our public and professional lives. That’s not a radical step; indeed, it’s literally a normal one. Wishing rape or other violence on women or using derogatory slurs, even as “jokes,” would never fly in most workplaces or communities, and those who engaged in such vitriol would be reprimanded or asked to leave. Why shouldn’t that be the response in our online lives?

Ich finde es gut, wie der Artikel herausstellt, dass es hier nicht um Verbote geht, d.h. also die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Wenn man gewisse Dinge äußert – und auch das Internet bzw. bestimmte Communitys darin gelten als sozialer Raum – muss man sich eben auch der möglichen Konsequenzen bewusst sein.

Eine Haltung nach dem Motto „Ich sag halt meine Meinung, und ich benutze Worte, die ich für angemessen halte – deal with it!“ finde ich absolut unpassend. Egal, um welche Form der Diskriminierung es in dem Zusammenhang geht, wir als Mitglieder von sozialen Gemeinschaften im Netz müssen nicht nur für uns selbst, sondern auch andere einstehen, um keinen Boden für abwertende Äußerungen oder gar hasserfüllte Drohungen zu schaffen. Inwiefern restriktive Richtlinien innerhalb von Gemeinschaften hilfreich sein können/werden, bleibt abzuwarten.

[Wowcast 23] Game Of Thrones S04E05/06 – First of His Name/The Laws of Gods and Men

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Auf zum dritten Podcast mit Sascha und René, in dem wir über die Folgen 5 und 6 der aktuellen Staffel Game of Thrones sprechen. Das ursprüngliche Posting findet ihr hier.

Wir reden über

Audiopimmel, den Koloss von Rhodos, Bankster und warum Westeros keine industrielle Revolution hatte.

Meine Aufnahme ist dieses Mal zwar nicht verzerrt, dafür aber etwas leise und unklar. Mein Upload und mein Headset scheinen aber gerade nicht mehr herzugeben.